Massenproteste gegen Solarkürzungen

Die geplanten Kürzungen der Zuschüsse für Solaranlagen stossen vielen Mitarbeitern von Solarfirmen bitter auf:Gemeinsam demonstrierten sie in der letzten Woche gegen die von der schwarz-gelben Koalition gewollte Kürzung. Etwa 20000 Beschäftigte protestierten in Berlin, Bitterfeld und Freiburg.Der Bundesumweltminister Norbert Röttgen will zusätzlich zu den ohnehin geplanten Kürzungen die Förderung für Solarenergie um 15 bis 25 Prozent zurückfahren. Er begründet dies damit, dass die Stromverbraucher durch die Solarförderung zu stark belastet würden.

Neue Länder wehren sich gegen Solarförderungskürzungen

Im Osten der Republik regt sich Widerstand gegen die von der schwarz-gelben Koalition gewollte Senkung der Solarförderung. Der Wirtschaftsminister von Sachsen-Anhalt hat Protest angemeldet.
Im Osten des Landes liegt “Solar-Valley” - eine der Solarhochburgen der Republik, in der sich viele Solarfirmen angesiedelt haben. Die Solarenergie ist im Osten Deutschland vielerorts zu einem bedeutenden Wirtschaftsfaktor geworden - ist dies mit der Grund, warum Sachsen-Anhalts Wirtschaftsminister Rainer Haselhoff (CDU) nun droht, der geplanten Kürzung der Solarförderung im Bundesrat nun nicht zuzustimmen.
Er sei aber optimistisch, dass sich im parlamentarischen Verfahren die nötigen Korrekturen durchsetzen liessen.
Es kann also sein, dass, falls er Recht behalten sollte und der Bundesrat für diese Korrekturen zu haben ist, die Kürzungen der Solarförderung, die wieder Mitte dieses Jahres ansteht, doch nicht so radikal wie geplant ausfallen wird. Haselhoff will zumindest alles dafür tun, dass die Kürzungen nicht so stark ausfallen.

“Solar macht Schule” in Sachsen-Anhalt

Mehrere Thalheimer Solarfirmen haben eine Initiative gestartet, um Solarenergie als Bestandteil des Schulunterrichts zu etablieren. Die Partnerschaft mit 40 Bildungseinrichtungen startete diesen Donnerstag.
Große Solarfirmen wie Q-Cells und Sovello stellen im Rahmen dieses Projekts Unterrichtsmaterial zum Themnkomplex Photovoltaik/ Solarenergie bereit. Um das Wissen dann auch praktisch evaluieren zu können, werden parallel zum theoretischen Teil Schuldächer in Tangermünde, Halle, Dessau, Magdeburg und Weissenfels mit kompletten Solaranlagen ausgestattet werden. Dei aktion wird von den Sachsen-anhaltinischen Ministerien für Bildung und Wirtschaft unterstützt. Sachsen-Anhalt ist beim Anteil der Erneuerbaren Energie am Gesamtenergieverbrauch federführend: 34 Prozent werden aus Solarenergie, Windkraft und Biomasse gewonnen. Und man darf hoffen, dass dieser Anteil sich unter anderem durch diese in Deutschland bisher einmalige Partnerschaft erhöht: Denn mit der Solarenergie ist es wohl ähnlich wie mit dem Fremdsprachenerwerb - Je früher man in Kontakt damit kommt, umso ausgeprägter werden die Kenntnisse und Fähigkeiten in der Persönlichkeit verankert. In diesem Sinne ist Sachsen-Anhalt viel Erfolg zu wünschen beim Heranzeiehn der nächsten Solaranlagenbesitzergeneration.

Jetzt in Solarenergie investieren

Wer überlegt, in Solarenergie zu investieren, der sollte dies nun in die Tat umsetzen. Denn die Preise für Solarkollektoren sind in den letzten zwei Jahren enorm gesunken.
Jedoch sinkt auch die Einspeisevergütung für Solarenergie von Jahr zu Jahr, jedoch nicht in dem Maße wie die Preise für Solaranlagen. So verspricht der Bau einer Solarenergie immer noch eine gute Rendite für die nächsten 20 Jahre. Und da die Anschaffungskosten gesunken sind, kommt man noch früher als noch vor einigen Jahren in die Gewinnzone, den Zeitpunkt also, ab dem man nur noch von der eingespeisten Energie profitiert. Und selbst wenn eines Tages Solarenergie nicht mehr gefördert werden würde, ist angesichts der steigenden Energiepreise eine Energieautarkie durch die Anlage auf dem Dach oder im Garten nicht zu verachten. Für Solaranlagen, die in diesem Jahr errichtet werden, garantiert der Staat die nächsten 20 Jahre die Abnahme für einen Preis von 39,14 Cent je Kilowattstunde Strom. Die Stiftung Warentest unterzog nun einem Test auf die Rentabilität von Solarinvestments und kam zu dem Schluss, dass Solaranlagen an Standorten mit durchschnittlicher Sonneneinstrahlung eine jährliche Rendite von 6,5 bis 7,3 Prozent abwerfen. Die Berechnung erfolgte auf Basis eines Anlagenpreises von 3250 Euro pro Kilowatt Leistung und einem jährlichen Stromertrag von 850 bis 900 Kilowattstunden pro Kilowatt in der Spitze. Dies liegt etwa bei der doppelten Summe von der Verzinsung für Sparbücher oder ähnliche Anlageformen. Die nächste Senkung der Förderung für die Einspeisung von Solarenergie wird wohl schätzungsweise in der Mitte diesen Jahres erfolgen. spätestens bis zum Frühjahr sollten Sie also Ihre neue Anlage installiert haben, wenn Sie noch von der aktuellen Förderung profitieren wollen. Machen Sie dieses Frühjahr doch einfach zu Ihrem Solarfrühjahr!

Lautenschläger will mehr Solarenergie

Bei der Eröffnung einer Solaranlage in Weiterstadt im hessischen Kreis Darmstadt-Dieburg forderte die hessische Energieministerin Silke Lautenschläger, den Anteil an Solarenergie am Gesamtenergieaufkommen zu erhöhen.
Das sind relativ ungewohnte Töne für eine CDU-Politikerin, da die schwarz-gelbe Koalition in Belrin sich gerade anschickt, die solarenergie ins Hintertreffen geraten zu lassen und stattdessen lieber der Atomlobby in die Hände spielt. Lautenschläger hat anscheinend die Wichtigkeit der Energiewende, im Gegensatz zu vielen ihrer Parteikollegen, erkannt zu haben. “Das Potenzial, das in der Solarenergie liegt, gilt es auszubauen”, betonte die Energieministerin diesen Montag in Weiterstadt. Die Solarenergie sei Co2 neutral und emissionsfrei. Die neu eröffnete Photovoltaikanlage im hessischen Weiterstadt soll künftig 565 000 Kilowattstunden Solarenergie liefern, das entspricht dem Jahresverbrauch von etwa 125 Haushalten.
Derzeit liegt der Anteil der Solarenergie in Hessen bei etwa 6 Prozent.