Opel: Traum vom ersten “grünen” Autobauer Europas ausgeträumt

Der Chef von Solarworld, Frank Asbeck, wiederholte erneut sein Angebot an General Motors, die deutschen Opel-Standorte kaufen zu wollen  -für 1 Milliarde Euro, aber nur wenn er im Gegenzug für jeden übernommenen Opel-Mitarbeiter eine Leistung von 40.000 Euro erhielte. Wer nun scharf nachrechnete, und das taten in dieser Woche einige, der bemerkte: Asbeck wollte Opel geschenkt haben! Das gefiel natürlich auch General Motors nicht und reagierte entsprechend: aus der Detroiter Konzernzentrale hiess es, Opel stünde nicht zum Verkauf. Die Sache scheint wieder in den Tiefen der Newsmeldungen zu versinken, aber was bleibt? Ein Solarworld-Chef Asbeck, der seine Vorstellungen eines zukunftsgerechten, ökologischen Automobilkonzerns medial verbreiten konnte. Es wäre sicherlich ein guter weg, der derzeit einzig erfolgsversprechende Weg für Opel gewesen, um den Rüsselsheimer Autobauer auch wieder für junge, bewusst lebende und gut verdienende Schichten interessant zu machen und den Spruch “Jeder Opel fährt nen Popel” vergessen zu machen. Opel hat ein Image als das Auto von Onkel Heinz und Tante Gertrude, die aber auch schon darüber nachdenken, sich jetzt “nen Japaner” anzuschaffen. Wegen des geringeren Spritverbrauchs, weil man ein wenig mit der Zeit gehen wolle. Das hat General Motors und Opel jetzt wohl verpasst- Rettungsaktion gescheitert. Sicher, das Angebot von Solarworld war etwas unverschämt,und die Ablehnung der Kaufofferte von Solarworld ist durchaus nachvollziehbar, aber es hätte enorme Chancen geboten.Eine unsichere Zukunft hat nun über eine grüne Zukunft der europäischen Automobilindustrie gesiegt. Schade für Opel und schade für die Entwicklung der deutschen Automobilindustrie!

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