Solarflugzeug: Solar Impulse - ohne Treibstoff gen Himmel

Was im Jahre 2003 mit einer Machbarkeitsstudie begann, soll im Jahre 2012 seinen Höhepunkt mit der Weltumrundung finden: Solar Impulse, ein eigens konstruiertes Solarflugzeug der Schweizer Bertrand Piccard und André Borschberg. Entstanden ist diese Idee des Schweizer Abenteurers und Wissenschaftlers Piccard nach seiner Ballonfahrt, die ihn um die Erde führte und er in Anbetracht des Flüssiggas-Verbrauchs hier das Versprechen gab, für seine nächste Weltumrundung keinerlei fossile Brennstoffe mehr zu verwenden, um auf diese Weise medienwirksam auf die Verschwendung der Ressourcen aufmerksam zu machen.

Dementsprechend könnte auch der Name „Solar Impulse” verstanden werden, denn Piccard möchte neue Impulse setzen, wobei es ihm nicht um Weltrekorde geht, sondern vielmehr darum, eine Plattform zu schaffen, welche die Kommunikation der Wissenschaften Technologie, Ökonomie und Ökologie in sich vereint.

„Solar Impulse” ist ein Prototyp mit welchem die Untersuchungen und Testflüge durchgeführt werden. Das eigentliche Flugzeug, mit welchem dann die Erde umrundet werden soll, wird voraussichtlich ab 2011 gebaut werden. Dieses „Solar Impulse HB-SIA” hat bei einem Gewicht von 1,6 Tonnen eine Spannweite von 64 Metern und wurde im Jahre 2009 fertig gestellt. Das Besondere an diesem Flugzeug sind die Flügeloberflächen, welche mit 12.000 Solarzellen bestückt sind. Am 07. April 2010 wurde der erste längere Jungfernflug durchgeführt. In Payerne in der Schweiz erreichte der Testpilot während der 90 Minuten Flugzeit eine Flughöhe von 1200 Metern und alle Erwartungen wurden übertroffen, vor allem auch in Bezug auf das Flugverhalten, welches sich als sehr stabil erwiesen hat.

Mit dem „Solar Impulse HB-SIB“, dem eigentlichen Rekordflugzeug, welches 2010 fertig gebaut werden soll, wollen Piccard und Borschberg ab dem Jahre 2012 die Welt umrunden.

Ziel der beiden ist, die Menschheit durch die Aufmerksamkeit, welches das Projekt zwischenzeitlich erregt, auf den unermesslichen Energieverbrauch hinzuweisen, mit welchem die natürlichen Ressourcen zerstört wird. Zugleich soll das Projekt die Menschen dafür sensibilisieren, die Nutzung und Förderung erneuerbarer Energien weiter auszubauen.

Piccard umschrieb dieses Projekt mit den Worten: “Ich habe nicht Angst, in ein Solarflugzeug zu steigen, sondern in einer Welt zu leben, die eine Million Tonnen Öl je Stunde verbraucht!”

Quelle: http://www.banking-on-green.com/de/content/solar_impulse/solarimpulse_video_insights.html

Institut für Solarforschung in Köln und Jülich

Die Solarenergie ist entgegen allen Unkenrufen anscheinend nicht auf dem absteigenden Ast in Deutschland, es wird sogar fleissig investiert und gefördert. Wie die Rheinische Post berichtet, wird das neue Institut für Solarforschung mit Standorten in Köln und Jülich in den kommenden fünf Jahren mit etwa 27 Millionen Euro gefördert.
Der Schwerpunkt dieses Instituts wurde auf die Forschung an mit Solarthermie betriebenen Kraftwerken gelegt. Durch den in den Kraftwerken erzeugten Wasserdampf werden hierauf Generatoren angetrieben, die Strom erzeugen.Das Institut für Solarforschung ist dem Zentrum  für Luft- und Raumfahrt angegliedert. Finanziert wird dieses Projekt vom nordrhein-westfälischen Wirtschaftsministerium. Mit dem Geld soll unter anderem die Zusammenarbeit mit der RWTH Aachen intensiviert werden.

Google investiert in Windenergie

Den Leitspruch “Don`t be evil” scheint google bei seinen Investments zu beherzigen: Nach den Investments in Solarenergie und Erdwärme investiert die teuerste und wohl wichtigste Firma des Planeten nun auch in Windenergie.
So beteiligt sich google nun mit 38,8 Millionen Dollar, was umgerechnet 29,4 Millionen Euro entspricht, an zwei Windparks mit insgesamt 114 Turbinen im US-Bundesstaat North Dakota. Google gibt an, dass North Dakota zu den windreichsten gegenden der Erde zählt. Die Windparks sollen mit einer Gesamtleistung von 169 Megawatt ungefähr 55.000 Haushalte mit strom versorgen können.
Dieses Investment ist für google eine steuerbegünstige Anlageform, da die USA Investments in erneuerbare Energien steuerlich bevorzugen.

(Quelle: heise.de)

Solarförderung nur für deutsche Solaranlagen?

Die Solarförderung sollte eigentlich eine Entwicklungsspritze für deutsche Solarunternehmen sein und die Marktführerschaft der Bundesrepublik auf dem Weltmarkt der Solarmodule verteidigen…
Doch immer mehr Solarenergieanlagenbauer greifen auf die Solarmodule aus China zurück, da diese günstiger sind, der Preisunterschied liegt mittlerweile bei etwa 30 Prozent. So fördert die Solarförderung über Umwege die chinesische Solarindustrie und hat vielleicht auch so die chinesischen Solarfirmen zu Weltmarktführern in diesem Bereich gemacht. Das war natürlich nicht im Sinne des Erfinders, und so werden schon Stimmen für eine Begrenzung der Solarimporte nach Europa laut. Einzelne fordern, dass China nur so viele Solarmodule nach Europa exportieren sollen, wie sie auf dem chinesischen Heimatmarkt verkaufen.
Wird die neu eingeführte Solarförderung Chinas etwas an diesem Dilemma ändern? Vermutlich nicht, da der Preisvorteil für chinesische Module im eigenen Land natürlich noch größer ist und die Solarförderung Chinas nur darin besteht, 50 Prozent des Anschaffungspreises für eine Solaranlage ab 300kw zu erstatten. Einen Haken hat dieses Programm auch noch: Die Fördersumme ist auf eine Gesamtleistung von 500 Megawatt beschränkt.
Eine Einfuhrbeschränkung wäre also sinnvoll, um den heimischen Markt zu stärken. Aber wenn man den Preisverfall von Solaranlagen mal anders betrachtet, hat er einen enormen Vorteil: Er treibt die Energiewende voran, und darüber sollten wir uns freuen, anstatt neidisch auf die neuen Solarweltmarktführer aus dem fernen Osten zu schielen.

In 10 Jahren ist der Atomausstieg da

Vor 40 Jahren durften in manchen europäischen Ländern (Schweiz) Frauen noch nicht wählen und Homosexualität stand noch unter Strafe, vor 30 Jahren wurde zukunftsgläubig in Atomkraftwerke investiert, vor 25 Jahren regte sich in der Bevölkerung großer Widerstand gegen die Atomenergie und die Atomlobby, politisch wurden die Anliegen dieser Menschen damals nur von den Grünen unterstützt.
Einiges hat sich in den letzten Jahren getan: Neben den Grünen sind auch die SPD und die Linkspartei für den baldmöglichsten Ausstieg aus der Atomenergie. Die CDU und die FDP wollen grundsätzlich aus der Atomkraft aussteigen, aber dabei gleichzeitig die Laufzeit der Atommeiler verlängern. Das birgt in sich einen fatalen Widerspruch: Denn wer sich nicht auf einen Ausstieg aus der Atomenergie zu einem festgesetzten Zeitpunkt einigt, kann sich auch nicht auf die Zeit danach vorbereiten.
Die FDP und die CDU verweisen auf die unzumutbare Mehrbelastung der Bürger durch die Mittel aus der Solarförderung, die sich auf die Rechnungen der Stromkonsumenten auswirken.
Doch sind in letzter Zeit ja auch schon große Solarfirmen auf den Zug der Forderung nach einer starken Kürzung der Solarförderung aufgesprungen. Und ja, ich glaube , jetzt ist der Zeitpunkt gekommen, an dem man große Kürzungen wagen kann. Die Solarenergie ist groß und flügge geworden, sie ist stark und kann sich selbst ernähren - sie ist nicht mehr abhängig von Alimentierungen aus Stromkonsumentenkasse.
Wenn diese Kürzungen jetzt durchgeführt werden würden, könnte man damit den letzten Solarkritikern den Wind aus den Segeln nehmen und darauf insistieren, dass Solarenergie eben der günstigste, sicherste und langfristig beste Weg für eine Energieversorgung der Bevölkerung ist. Es werden jährlich so viele Solar- und Windkraftanlagen gebaut, dass in etwa 10 Jahren eine vollständige Deckung des Strombedarfs mit regenerativen Energien möglich ist. Und dann werden es auch die Schwarz-Gelben merken, dass ihre Haltung
jahrelang die falsche war: 2020 haben wir den Atomausstieg. Wir haben auch die Unterdrückung der Frauen und die Kriminalisierung sexueller Identitäten überwunden, die Atomideologie schaffen wir auch noch.

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