Solarflugzeug Impulse fliegt auch bei Nacht
Auf der Suche nach regenerativen Energiequellen ist die Solarenergie ganz vorn mit dabei. Doch bisher scheiterten die meisten Versuche serienreife Testversuche erfolgreich abzuschließen. Im Zusammenhang mit der Solarenergie gibt es noch diverse Faktoren, die bisher nicht gemeistert werden konnten.
Die Schweizer Bertrand Piccard und André Borschberg haben nun in einem einzigartigen Versuch vor Aufsehen gesorgt. Mit ihrem Solarflugzeug Impulse haben es die findigen Techniker erstmals geschafft, ein solarbetriebenes Flugzeug auch über Nacht fliegen zu lassen. Mehr als sieben Jahre investierte das Duo in das Projekt “Solar Impulse”, das nun mit dem Tests des Solarflugzeuges HB-SIA einen sehr erfolgreichen Meilenstein setzte. Doch ist dieser Flug nicht mehr als ein Zwischenerfolg im Bereich der solarbetrieben Flugzeuge.
Die Technik steckt noch in den Kinderschuhen und ist nicht serienreif. Das Solarflugzeug Impulse wurde vollkommen darauf ausgelegt, genug Energie erzeugen und speichern zu können, so dass das Flugzeug auch über Nacht fliegen konnte. Über 12000 einzelne Sonnenkollektoren waren dafür nötig, die auf den Tragflächen der Flügel angebracht wurden. Mit einer Spannweite von rund 64 Metern ist das solarbetriebene Fortbewegungsmittel nämlich so breit wie ein Airbus A340, der aber immerhin Platz für etwa 280 Personen bietet.
So weit ist man mit dem Solarflugzeug Impuls noch nicht. An Bord des HB-SIA hatte lediglich der Pilot Platz. Der restliche Platz des 1,6 Tonnen schweren Fluggerätes wurde für die Technik und vor allem für die Akkumulatoren benötigt. Die Solarzellen auf dem Flügeln sorgten nicht nur für den Antrieb des Flugzeuges, die luden auch die Batterien auf. Diese waren nötig, damit das Solarflugzeug Impulse mit den vier Motoren auch über Nacht in der Dunkelheit weiterfliegen konnte. Die Spitzengeschwindigkeit lag immerhin bei 70 Km/h. 26 Stunden dauerte der erste Flug des ersten Solarflugzeuges, das über Nacht fliegen konnte. Und nach Aussage der Erfinder speicherten die Akkus noch so viel Energie, das man sogar noch mehr als drei Stunden hätte weiterfliegen können oder Energieprobleme zu bekommen.
