Solarförderung nur für deutsche Solaranlagen?
Die Solarförderung sollte eigentlich eine Entwicklungsspritze für deutsche Solarunternehmen sein und die Marktführerschaft der Bundesrepublik auf dem Weltmarkt der Solarmodule verteidigen…
Doch immer mehr Solarenergieanlagenbauer greifen auf die Solarmodule aus China zurück, da diese günstiger sind, der Preisunterschied liegt mittlerweile bei etwa 30 Prozent. So fördert die Solarförderung über Umwege die chinesische Solarindustrie und hat vielleicht auch so die chinesischen Solarfirmen zu Weltmarktführern in diesem Bereich gemacht. Das war natürlich nicht im Sinne des Erfinders, und so werden schon Stimmen für eine Begrenzung der Solarimporte nach Europa laut. Einzelne fordern, dass China nur so viele Solarmodule nach Europa exportieren sollen, wie sie auf dem chinesischen Heimatmarkt verkaufen.
Wird die neu eingeführte Solarförderung Chinas etwas an diesem Dilemma ändern? Vermutlich nicht, da der Preisvorteil für chinesische Module im eigenen Land natürlich noch größer ist und die Solarförderung Chinas nur darin besteht, 50 Prozent des Anschaffungspreises für eine Solaranlage ab 300kw zu erstatten. Einen Haken hat dieses Programm auch noch: Die Fördersumme ist auf eine Gesamtleistung von 500 Megawatt beschränkt.
Eine Einfuhrbeschränkung wäre also sinnvoll, um den heimischen Markt zu stärken. Aber wenn man den Preisverfall von Solaranlagen mal anders betrachtet, hat er einen enormen Vorteil: Er treibt die Energiewende voran, und darüber sollten wir uns freuen, anstatt neidisch auf die neuen Solarweltmarktführer aus dem fernen Osten zu schielen.

Nun ja, wir Deutschen (Europeer) sollten ein gemeinschaftlichen Marketingplan gestalten um unsere Wettbewerbsstrategie gegenüber anderen Saaten klarer und nachhaltiger durchzusetzen.
Grüße Matthias