Steuert Schwarz-Gelb die Solarenergie ins Aus?
Die Koalitionsverhandlungen sind im vollen Gange, über Ministerposten wird gerangelt, doch eines ist seit dem Wahlabend am 27.September klar: Unter Schwarz-Gelb wird sich die Solarindustrie und die Solaranlagenbetreiber auf einen harten Gegenwind einstellen müssen.
Das Propagieren von Atomkraft als “saubere Energie” , das Herunterfahren der Solarfördersätze, vielleicht ein wenig mehr Investitionen in die Windenergie - das sind die ersten Signale , mit denen die neue schwarz-gelbe Koalition energiepolitisch von sich reden macht. Die FDP will die Solarförderungen stärker als bisher beschlossen kürzen, um die Verbraucher zu entlasten. Dies forderte vor kurzem sogar der Chef des Solarworld-Konzerns. Die Reaktionen auf diese Pläne erreichten auch die Börsen, mehrere Solarpapiere verloren an Wert. Die neue Koalition sucht derzeit nach einem “Projekt”, für das sie stehen will - wie wäre es denn mit der endgültigen energiepolitischen Wende? Falls die Solarförderungen wirklich soviel stärker gekappt werden, dann laufen die USA unter dem “Ökopräsidenten” Obama bald Deutschland den Rang als Solarnation Nr.1 ab - diese Regierung sollte es sich zum Ziel erklären, das Atomstromwettrüste zu beenden.
Denn die ca.12% Atomstrom sind in ein bis zwei Legislaturperioden doch wohl auch noch auf Null zu fahren, gell Frau Merkel, gell, Herr Westerwelle?
